
Bevor es losgeht, sammeln wir nur, was wir wirklich benötigen, und achten auf Herkunft und Zustand. Abgebrochene Äste statt lebender Triebe, Laub von Wegen statt aus Beeten, Kies aus bereitgestellten Eimern statt vom Schulgartenrand. Wir prüfen, ob Materialien sauber und frei von Schadstoffen sind, labeln Beutel und Kisten, dokumentieren Mengen und Größen. So vermeiden wir Überflüssiges, respektieren den Ort und gewinnen ein Gefühl dafür, wie materialbewusstes Handeln Lernqualität und Natur gleichermaßen schützt.

Kaputte Wäschekörbe werden zu Sieben, alte PET-Flaschen zu Messzylindern, ausgediente Vorhänge zu Filternetzen. Upcycling zeigt, dass funktionale Lösungen nicht teuer sein müssen. Wir testen verschiedene Zuschnitte, befestigen Stoffe mit Klammern, sichern Verbindungen mit Gummibändern und lernen, wie Materialstärke, Maschenweite und Formstabilität das Filtrationsergebnis beeinflussen. Nebenbei entsteht ein Bewusstsein für Ressourcenströme im Alltag, das über den Workshop hinaus wirkt und zum kreativen Reparieren und Weiterverwenden motiviert.

Sicherheit ist der rote Faden: Handschuhe beim Sammeln, geschlossene Schuhe, klare Wege ohne Stolperfallen, keine Glasbehälter im turbulenten Bereich. Wir sprechen über potenzielle Allergien bei Laub und Staub, nutzen sauberes Wasser für Tests und entsorgen Schmutzwasser verantwortungsvoll. Eine kurze Einweisung klärt Rollen, Stoppsignale und Erste-Hilfe-Ort. Durch verlässliche Rituale – Werkzeugrückgabe, Trockenzonen, Händewaschen – lernen Kinder, dass gute Forschung nicht nur klug, sondern auch sorgfältig und rücksichtsvoll organisiert sein muss.